Büro · 4 Min. Lesezeit · 30.06.2026
Rücksendung und Widerruf: Deine Rechte beim Online-Kauf
14 Tage Widerruf, Rücksendekosten, Ausnahmen und was bei Marktplatz-Händlern anders ist.
Von Kerem Özkan
Anzeige: Diese Seite enthält Links zu Online-Shops. Preise und Verfügbarkeit siehst du beim jeweiligen Händler.
Beim Kauf im Internet schützt dich das Widerrufsrecht. Die wichtigsten Regeln in Kürze, ohne Juristendeutsch.
14 Tage, ohne Angabe von Gründen
Ab Erhalt der Ware hast du 14 Tage Zeit, den Kauf zu widerrufen. Ein Grund ist nicht nötig. Der Widerruf muss eindeutig erklärt werden, etwa über das Rücksendeformular des Händlers oder per E-Mail. Danach hast du weitere 14 Tage für die Rücksendung.
Wer zahlt die Rücksendung?
Der Händler darf die Rücksendekosten dir auferlegen, muss das aber vorher klar sagen. Viele große Händler übernehmen sie freiwillig. Bei Speditionsware (Möbel, große Geräte) lohnt der Blick ins Kleingedruckte besonders.
Ausnahmen vom Widerruf
Kein Widerrufsrecht gibt es unter anderem bei versiegelter Software oder Tonträgern nach dem Öffnen, bei Hygieneartikeln nach Entfernen der Versiegelung, bei personalisierten Produkten und bei schnell verderblicher Ware.
Marktplatz-Händler
Kaufst du bei einem Drittanbieter über einen Marktplatz, gilt dessen Widerrufsbelehrung. Die gesetzlichen 14 Tage bleiben, freiwillige längere Fristen können abweichen. Der Marktplatz bietet oft zusätzlich eine Garantie an, falls der Händler nicht reagiert.
Gewährleistung ist etwas anderes
Unabhängig vom Widerruf gilt zwei Jahre Gewährleistung für Mängel, die bei Übergabe schon vorlagen. Im ersten Jahr wird vermutet, dass der Mangel von Anfang an bestand. Das ist dein stärkstes Recht bei defekter Ware.
Merksatz: Widerruf = Umtausch ohne Grund binnen 14 Tagen. Gewährleistung = Anspruch bei Mängeln über zwei Jahre.