Küche · 6 Min. Lesezeit · 25.09.2026
Ninja-Heißluftfritteusen im Vergleich: Double Stack, Dual Zone, FlexDrawer und CRISPi
Eine Schublade, zwei nebeneinander, zwei übereinander oder Glas: welche Ninja-Heißluftfritteuse zu deinem Haushalt und deiner Küche passt und worauf es beim Kauf wirklich ankommt.
Von Kerem Özkan
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Ninja führt im eigenen Shop derzeit über ein Dutzend Heißluftfritteusen. Das Prinzip ist bei allen gleich: Ein Heizelement erhitzt die Luft, ein Lüfter wälzt sie um. Die Unterschiede liegen in der Bauform, und die entscheidet, was du darin zubereiten kannst und wie viel Platz das Gerät braucht. Diese Einordnung beruht auf Herstellerangaben mit Stand September 2026 und veröffentlichten Testberichten.
Die aktuellen Reihen auf einen Blick
- MAX PRO (AF180EU): eine Schublade mit 6,2 l, 2000 W. Laut Ninja für bis zu vier Personen, mit 28 cm Breite, 36 cm Tiefe und 30,5 cm Höhe recht kompakt.
- Dual Zone (DZ300EU): zwei Schubladen nebeneinander mit je 3,8 l, 2470 W.
- MAX Dual Zone (DZ400EU) und DualZone XL (DZ901EU, DZ950EU): zwei Schubladen nebeneinander, zusammen 9,5 l, 2470 W. Die DualZone XL hat eine PFAS-freie Beschichtung und einen Temperaturbereich von 40 bis 240 °C.
- Double Stack (SL300EU) und Double Stack XL (SL400EU, SL451EU): zwei Schubladen übereinander mit je 3,8 l beziehungsweise je 4,75 l, 2470 W. Mit Einlegerosten garst du auf vier Ebenen.
- FlexDrawer (AF550EU) und Foodi FlexDrawer (AF500EU): eine breite Schublade mit 6,6 l beziehungsweise 10,4 l, die sich per Trennwand in zwei Zonen teilen lässt.
- CRISPi 4-in-1 (FN101EU), CRISPi PRO (AS101EU) und CRISPi DualZone (DD102EU): Garbehälter aus Glas, die auch zum Servieren und Aufbewahren dienen.
Die bekannte Foodi MAX Dual Zone (AF400EU) steht nicht mehr im Ninja-Shop, ist im Handel aber weiterhin verbreitet. Mit 9,5 l, zwei Schubladen und sechs Funktionen entspricht sie im Kern der aktuellen MAX Dual Zone.
Fassungsvermögen: Liter richtig lesen
Die Literangabe ist das Gesamtvolumen. Bei zwei Schubladen hat jede nur die Hälfte, und ein großes Brathähnchen muss in eine davon passen. Ninja nennt dazu konkrete Beispiele: In jede Schublade der Dual Zone (DZ300EU) passen bis zu 1 kg Pommes oder ein Hähnchen mit 1,6 kg, bei der MAX Dual Zone (DZ400EU) bis zu 1,4 kg Pommes oder 2 kg Hähnchen.
Die Personenangaben der Hersteller sind eher großzügig. Knusprig wird es nur, wenn die Luft zirkulieren kann, und volle Körbe musst du öfter schütteln. Als grobe Orientierung:
- Ein bis zwei Personen: 6,2 l mit einer Schublade oder ein CRISPi.
- Drei bis vier Personen: 6,6 l FlexDrawer oder 7,6 l mit zwei Zonen.
- Fünf und mehr: 9,5 l oder die 10,4 l des Foodi FlexDrawer.
Eine Zone, zwei Zonen oder flexibel
Zwei getrennte Zonen sind der größte Vorteil gegenüber einfachen Heißluftfritteusen. Du stellst für jede Schublade eigene Funktion, Temperatur und Zeit ein. SYNC sorgt dafür, dass Hauptgericht und Beilage gleichzeitig fertig werden, MATCH übernimmt dieselben Einstellungen für beide Seiten.
Der Haken klassischer Doppelschubladen: Jede Schublade ist schmal, eine breite Auflaufform passt nicht hinein. Hier spielt der FlexDrawer seine Stärke aus. Ohne Trennwand wird er zur großen Zone, in das 10,4-Liter-Modell passt laut Ninja auch eine Lasagne in Familiengröße.
Die Double Stack stapelt zwei Schubladen übereinander und verdoppelt mit Einlegerosten die Fläche. Ein Testbericht zur Double Stack XL nennt aber auch Nachteile: Die Speisen bräunen ungleichmäßig, müssen öfter gewendet werden und brauchen länger als in älteren Ninja-Modellen. An Speisen auf der unteren Ebene kommst du bei eingesetztem Rost schlechter heran.
Platzbedarf
- Double Stack: laut Ninja 25 bis 30 Prozent schmaler als die Foodi MAX Dual Zone und mit 38,5 cm Höhe flach genug für den Platz unter Hängeschränken. Dafür baut sie laut Testbericht tiefer, und die Abluft tritt hinten aus, das Gerät braucht also Abstand zur Wand.
- Zwei Schubladen nebeneinander: brauchen die meiste Breite auf der Arbeitsfläche.
- MAX PRO und CRISPi: die kompaktesten Lösungen. Beim CRISPi lassen sich Heizeinheit und Glasbehälter zum Verstauen ineinander stapeln.
Funktionen: Was du wirklich brauchst
Die meisten Modelle bieten sechs Programme: Heißluftfrittieren, Max Crisp mit 240 °C, Braten, Backen, Aufwärmen und Dörren. Der Foodi FlexDrawer kann zusätzlich Teig gehen lassen, der CRISPi DualZone hat acht Funktionen inklusive Warmhalten.
Zwei Punkte lohnen einen genauen Blick:
- Temperatur: Der CRISPi 4-in-1 erhitzt die Luft nur bis 185 °C und hat vier Funktionen. Für besonders knusprige Tiefkühlware sind die 240 °C der anderen Modelle im Vorteil.
- Thermometer: Double Stack XL SL451EU und DualZone XL DZ950EU haben ein Kerntemperatur-Thermometer, das meldet, wann Fleisch oder Fisch fertig ist. Das lohnt sich, wenn du oft Steak, Braten oder Lachs zubereitest.
Reinigung und Material
Bei den meisten Modellen sind Schubladen und Gittereinsätze laut Ninja spülmaschinenfest. Bei der DualZone XL nennt Ninja das ausdrücklich nur für die Gittereinsätze, die Schubladen gelten als leicht zu reinigen. Die Roste der Double Stack sind zusätzliche Teile, die gespült werden wollen.
Die CRISPi-Modelle setzen auf PFAS-freie Glasbehälter, in denen du das Essen beim Garen siehst und die mit Deckel in Kühlschrank oder Gefrierfach wandern. Glas ist allerdings empfindlicher gegen Stöße als eine beschichtete Metallschublade.
Stromverbrauch
Die Nennleistung reicht von 1700 W beim CRISPi 4-in-1 über 2470 W bei den meisten Doppelzonen-Geräten bis 2860 W beim CRISPi DualZone. Sie beschreibt die maximale Leistungsaufnahme, nicht den Verbrauch: Ist die Temperatur erreicht, heizt das Gerät nur noch nach.
Gegenüber dem Backofen spart eine Heißluftfritteuse vor allem bei kleinen und mittleren Mengen. Sind mehrere Durchgänge nötig, schrumpft der Vorteil. Ninjas Angaben wie „bis zu 55 Prozent schneller als ein Ofen“ beruhen auf eigenen Messungen mit Fischstäbchen und Würstchen und sind eher der günstigste Fall.
Unsere Empfehlung
Single oder Paar mit kleiner Küche: MAX PRO. Wenn du gern vorkochst und Glas magst, der CRISPi PRO. Familie mit drei bis vier Personen: Dual Zone mit 7,6 l oder FlexDrawer mit 6,6 l. Große Familie und Gäste: DualZone XL oder der Foodi FlexDrawer, wenn auch Aufläufe und ganze Braten hineinsollen. Wenig Breite auf der Arbeitsfläche: Double Stack, mit etwas mehr Wenden. Viel Fleisch und Fisch: ein Modell mit Thermometer.
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