Elektronik · 7 Min. Lesezeit · 25.09.2026
Samsung-Monitor kaufen: Odyssey, ViewFinity und Smart Monitor im Vergleich
QD-OLED zum Zocken, 5K fürs Büro oder Streaming ohne PC: Worin sich Samsungs drei Monitor-Reihen unterscheiden, welche Modelle wofür taugen und wo ihre Schwächen liegen.
Von Kerem Özkan
Anzeige: Links zu Partner-Shops sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Preise sind Momentaufnahmen, verbindlich ist der Preis im Shop.
Samsung teilt seine Monitore in drei Reihen auf. Innerhalb einer Reihe unterscheiden sich die Modelle aber stark bei Panel, Anschlüssen und Standfuß. Dieser Ratgeber ordnet die aktuellen Modelle anhand von Samsungs Datenblättern ein und nennt auch die Punkte, die im Werbetext fehlen.
Drei Reihen, drei Zwecke
- Odyssey ist die Gaming-Reihe: hohe Bildwiederholraten und FreeSync, bei vielen Modellen auch G-Sync-kompatibel. Unter dem Namen Odyssey OLED laufen die Modelle mit OLED-Panel.
- ViewFinity zielt auf Arbeit: hohe Auflösung bis 5K, USB-C mit Ladefunktion, oft KVM-Switch und LAN-Anschluss, bei vielen Modellen drei Jahre Garantie. Dafür laufen die 4K- und 5K-Modelle meist nur mit 60 Hz.
- Smart Monitor (M-Serie) bringt Tizen mit, das Betriebssystem der Samsung-Fernseher: Streaming-Apps, Samsung TV Plus, Gaming Hub für Cloud-Gaming, Fernbedienung und Lautsprecher. Einen TV-Tuner gibt es nicht.
Odyssey: vom IPS-Einstieg bis QD-OLED
- Einstieg: Odyssey G5 G50F, 27 Zoll, QHD, IPS, 180 Hz, höhenverstellbar mit Pivot. Schwäche: nur HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2.
- Für schnelle Shooter: Odyssey G6 G60F mit QHD-IPS-Panel und 350 Hz.
- OLED-Einstieg: Odyssey OLED G6 G61SH, 27 Zoll, QHD, QD-OLED, 240 Hz, HDMI 2.1, höhenverstellbarer Fuß. USB-Anschlüsse fehlen komplett. Das Odyssey OLED G5 G50SF schafft 180 Hz, per HDMI aber nur 144 Hz, und sein Fuß lässt sich nur neigen.
- Oberklasse: Odyssey OLED G8 G80SH mit 27 oder 32 Zoll, 4K und 240 Hz, dazu DisplayPort 2.1 (UHBR20), zweimal HDMI 2.1 und USB-C mit 98 W.
- Ultrawide: Das Odyssey OLED G9 G95SD bietet 49 Zoll im 32:9-Format (5120 x 1440) mit 240 Hz und eingebauten Tizen-Apps. Mit Standfuß ist es knapp 1,20 Meter breit. Wer ein LCD bevorzugt, bekommt mit dem Odyssey G7 G75F in 40 Zoll ein gewölbtes VA-Panel mit 5120 x 2160 Pixeln und 180 Hz.
QD-OLED: Stärken, Schwächen, Einbrennschutz
QD-OLED liefert perfektes Schwarz und Reaktionszeiten von 0,03 ms. Die Kehrseiten stehen teils im Datenblatt: Die typische Helligkeit der QD-OLED-Modelle liegt bei 200 bis 250 cd/m², die IPS-Modelle der Odyssey-Reihe schaffen 300 bis 350. Fachmedien wie TFTCentral weisen zudem darauf hin, dass Schwarz bei QD-OLED in hellen Räumen aufgehellt wirkt, weil ein Polarisationsfilter fehlt. Und wegen der dreieckigen Subpixel-Anordnung zeigen Schriftkanten farbige Säume. Bei 4K fällt das deutlich weniger auf als bei QHD, im Spiel kaum.
Gegen Einbrennen setzt Samsung auf „OLED Safeguard“: Statische Elemente wie Logos und Taskleiste werden automatisch gedimmt, nach zehn Minuten ohne Eingabe dimmt ein Bildschirmschoner das Bild. Das G80SH ergänzt als „Safeguard+“ eine Kühlung mit pulsierendem Wärmerohr, die Hitze besser verteilen soll. Beim G80SH und G50SF schließt die zweijährige Garantie laut Datenblatt Einbrennschäden bei sachgemäßer Nutzung ein, gewerbliche Nutzung ist ausgenommen. Prüfe diesen Punkt beim konkreten Modell. Wer täglich acht Stunden Tabellen und Mails bearbeitet, fährt mit einem LCD entspannter.
ViewFinity: Schärfe und ein Kabel zum Notebook
- ViewFinity S6 S60UD: 27 Zoll, QHD, IPS, 100 Hz, USB-C mit 90 W, KVM-Switch, LAN, Daisy Chain, höhenverstellbar mit Pivot und drei Jahre Garantie. Der solide Büro-Allrounder.
- ViewFinity S8 S80UH: 4K, USB-C mit 90 W, KVM und LAN. Achtung: Die 27-Zoll-Version hat ein IPS-, die 32-Zoll-Version ein VA-Panel. Beim ViewFinity S7 S70H ist es genauso.
- ViewFinity S8 S80HF: 27 Zoll mit 5K (5120 x 2880), IPS, USB-C mit 90 W. Mit 200 Prozent Skalierung entspricht die Arbeitsfläche QHD, nur viel schärfer. Das passt besonders gut zu Macs.
- ViewFinity S9 S90PC: ebenfalls 5K, dazu Thunderbolt 4 mit 90 W, entspiegelte Oberfläche, eine 4K-Kamera und Tizen-Apps.
- ViewFinity S8 S85TH: 40 Zoll, gewölbt, 5120 x 2160 Pixel bei 144 Hz und Thunderbolt 5 mit bis zu 140 W.
Schwächen der Reihe: Für schnelle Spiele sind 60 Hz zu wenig, und das günstige S7 S70H spart USB-C und Höhenverstellung ein.
Smart Monitor: Fernseher-Software am Schreibtisch
- Smart Monitor M7 M70F (32 oder 43 Zoll): 4K, VA, 60 Hz, Lautsprecher, WLAN, USB-C mit 65 W. Der Fuß lässt sich nur neigen.
- Smart Monitor M8 M80F (32 Zoll): ähnlich ausgestattet, dazu höhenverstellbarer Fuß mit Pivot und eine ansteckbare Kamera für Videocalls.
- Smart Monitor M9 M90SF (32 Zoll): QD-OLED, 4K, 165 Hz, USB-C mit 90 W und DisplayPort.
Samsung verspricht für Modelle ab Jahrgang 2025 bis zu sieben Jahre Tizen-Upgrades. Für Apps und Smart-Funktionen brauchst du ein Samsung-Konto, ohne Anmeldung funktionieren nur angeschlossene Geräte. M7 und M8 sind keine Gaming-Monitore: 60 Hz, kein FreeSync, kein DisplayPort. Für Büro, Streaming und gelegentliches Konsolenspiel reicht das.
Größe, Auflösung und Krümmung
Die DGUV empfiehlt für Bildschirmarbeit 50 bis 80 Zentimeter Sehabstand, bei großen Bildschirmen eher das obere Ende. Auf 27 Zoll ergibt QHD rund 109 Pixel pro Zoll, 4K rund 163 und 5K rund 218. Je höher der Wert, desto schärfer die Schrift, desto mehr muss das Betriebssystem aber skalieren. Ein 32-Zöller mit 4K kommt auf rund 138.
Die 16:9-Modelle mit 27 und 32 Zoll baut Samsung fast durchweg flach. Gewölbt sind vor allem die breiten Formate: das G95SD mit 1800R, G75F und S85TH mit 1000R. Je kleiner die Zahl, desto stärker die Krümmung. Bei 21:9 und 32:9 hilft sie, die Ränder im Blick zu behalten. Für Grafikarbeit mit geraden Linien ist flach die bessere Wahl.
Anschlüsse und Ergonomie
- USB-C mit Ladefunktion: 65 W bei M7 und M8, 90 W bei S60UD, S80UH, S80HF und M9, 98 W beim G80SH, bis 140 W beim S85TH. Viele Gaming-Modelle wie G50F und G61SH haben gar kein USB-C.
- HDMI 2.1 brauchst du für Konsolen mit 4K und 120 Hz. Laut Samsung haben es unter anderem G80SH, G95SD und G75F.
- DisplayPort 2.1 mit UHBR20 beim G80SH überträgt 4K mit 240 Hz ohne Kompression, sofern deine Grafikkarte das unterstützt.
- Standfuß: G50SF, S70H und M7 lassen sich nur neigen. Alle hier genannten Modelle haben eine VESA-Aufnahme für einen Monitorarm.
Worauf achten bei Angeboten
- Panel-Typ immer für die konkrete Größe im Datenblatt prüfen, nicht nur für die Serie.
- Samsung hat auf der Gamescom 2026 die Odyssey-Modelle für 2027 vorgestellt, Termine und Preise für Deutschland standen dabei noch nicht fest. Wer nicht eilt, beobachtet, ob die Vorgänger danach günstiger werden.
Unsere Empfehlung
Homeoffice mit Notebook: ViewFinity S6 S60UD oder, für mehr Schärfe, S8 S80UH. Mac und Bildbearbeitung: ViewFinity S8 S80HF mit 5K. Gaming mit kleinem Budget: Odyssey G5 G50F. OLED-Gaming: Odyssey OLED G6 G61SH, in der Oberklasse das G8 G80SH. Streaming und Büro in einem, etwa im Gästezimmer: Smart Monitor M8 M80F. Viel Büroarbeit mit statischen Inhalten: lieber LCD als OLED.
Aktuelle Monitor-Angebote findest du in unseren Deals.


